Archiv für die Kategorie ‘Geschichte’

Irland vs. Nordirland

Mittwoch, 23. März 2011

Auf den ersten Blick wohlmöglich verwirrend ist die Unterscheidung in Irland und Nordirland, wenn es um die grüne Insel im Atlantik geht.
Der Begriff Irland bezeichnet natürlich die ganze Kleinere der beiden Britischen Inseln. Auf ihr befinden sich jedoch zum Einen als unabhängiger Staat die Republik Irland, zum Anderen die Provinz Nordirland, die zum Vereinigten Königreich gehört. Dazu lohnt ein Blick in die Geschichte: seit 1541 war Irland Teil der Britischen Krone, wurde in Personalunion von London aus regiert. In den folgenden Jahrhunderten brachen immer wieder Konflikte zwischen dem anglikanischen England und dem mehrheitlich protestantischen Irland aus.
Eine große Hungersnot in Irland in der Mitte des 19. Jahrhunderts, die von der britischen Regierung praktisch ignoriert wurde, führte dann zum Erstarken einer Unabhängigkeitsbewegung. Es sollte jedoch noch bis 1914 dauern bis Irland eine gewisse Selbstverwaltung zugesprochen wurde. Das entsprechende Gesetz wurde aufgrund des Ersten Weltkrieges jedoch nicht komplett in die Tat umgesetzt. Folge waren weitere irische Aufstände und der Aufbau paralleler und illegaler Regierungsstrukturen. Dies führte zum Anglo-Irischen Krieg 1919. An dessen Ende erwirkten die katholischen Regionen der Insel die Unabhängigkeit. 6 Countys (das heutige Nordirland) blieben jedoch beim Vereinigten Königreich. Die Teilung der Insel sollte quasi noch im gesamten 20. Jahrhundert für teils Bürgerkriegsähnliche Zustände führen, denn viele Iren konnten sich mit der Zweistaatlichkeit nicht anfreunden. Erst 1998 wurde durch einen Vertrag der irische Anspruch auf Nordirland zurückgenommen. Als Folge musste die irische Verfassung geändert werden. Erst seitdem ist es ruhig geworden um den „Nordirland-Konflikt“.
Bei einem Urlaub in Irland fällt zudem die Reise von einem in das andere Land leicht, denn Grenzkontrollen gibt es an dieser Stelle nicht.

Geschichtliche Daten über Irland

Dienstag, 09. Oktober 2007

Irland ist eine der bekanntesten Ländern der Welt. Wegen der langjährigen Tradition und einzigartigen Landschaften wird es von vielen Touristen aus aller Welt besucht. Die Geschichte Irlands kann bis in die Steinzeit zurückverfolgt werden. Die Region wurde von den Kelten besiedelt. Diese haben auch ihre Kultur und Bräuche an die Siedler weiter gegeben und halten bis heute vor. Die keltische Religion ist wegen der Christianisierung im 5. Jahrhundert verschwunden. Im Mittelalter bis zur Moderne stand Irland unter dem Einfluß der Briten und wurde für längere Zeit als Teil des Königreiches angesehen. Die ertsten Versuche eine Unabhängigkeit von der britischen Herrschaft zu bekommen, fanden im Jahre 1921 statt. Nach einer Krisenperiode und nach vielen Jahren, in welchen Irland nur als Armenhaus des englischen Königreiches bezeichnet worden ist, hat es sich in dem 21.Jarhundert, zu einer der reichsten Staaten der EU entwickelt. Leider hat sich Irland durch die Religionskonflikte unter Christen, vor allem in Belfast, auch einen schlechten Ruf gemacht. Was die Landschaften Irlands angeht, befinden sich diese unter die schönsten Sehenswürdigkeiten der Welt.